Was heißt ERP?

Die Abkürzung ERP steht für „Enterprise Resource Planning“. Damit lässt sich die unternehmerische Aufgabe umschreiben, die Ressourcen eines Unternehmens (Personal, Beschaffung, Finanzwesen, etc.) möglichst effizient zu planen und zu steuern. Unternehmen erledigen diese Aufgabe in der Regel mit Hilfe von Softwarelösungen. Diese Lösungen heißen ERP-Systeme. Sie bestehen aus einzelnen Anwendungen, die auf die zentralen Geschäftsbereiche ausgerichtet sind. Bei SAP ECC 6.0 (SAP ERP) heißen diese Anwendungen Module. Der modulare Aufbau von SAP ECC ähnelt der Organisationsstruktur von Unternehmen. So gibt es z. B. Module für den Bereich Finanzen (SAP FI), Controlling (SAP CO) oder den Vertrieb (SAP SD). Die einzelnen Module können miteinander kombiniert werden. Der Vorteil von ERP-Systemen ist der hohe Integrationsgrad: Die Anwendungen nutzen eine gemeinsame Datenbank und kommunizieren miteinander. So kommen in den einzelnen Bereichen nicht verschiedene, allein stehende Lösungen zum Einsatz („Insel-Systeme“), sondern das ERP-System vereint die verschiedenen Anwendungen zu einem Gesamtsystem. Alles das, was in einem Unternehmen also geplant und gesteuert werden muss, lässt sich auf diese Weise durchgehend abbilden – von der Bestellung von Material bis zur Rechnungstellung und Auslieferung eines Produkts. Erfolgt zum Beispiel der Verkauf eines Produktes, so werden die entsprechenden Daten nicht nur im Modul SAP SD angepasst und aktualisiert, sondern auch in allen Komponenten – so bleiben sie eindeutig und stets auf dem neuesten Stand.