Wie läuft eine Umstellung zu SAP S/4HANA ab?

Nach den grundsätzlichen Vorüberlegungen (z. B. der Frage nach dem geeigneten Betriebsmodell) folgt die konkrete Planung der technischen und prozessorientierten Implementierung. Der erste Schritt ist, dass das Ausgangssystem zunächst genau analysiert und bewertet wird. Das Quellsystem wird z. B. mit Blick auf branchenspezifische Erweiterungen oder Drittanbieter-Anwendungen überprüft. Dann folgen erste technische Anpassungen im Ausgangssystem: Wo es notwendig ist, werden Daten z. B. archiviert und bereinigt.

Nach der Konsolidierung der vorhandenen Daten und der Harmonisierung der Prozesse folgt – als zweiter Schritt – die technische Umsetzung: Die SAP-HANA-Datenbank und die Anwendungen von SAP S4/HANA werden installiert. Die technische Infrastruktur wird angepasst, das Customizing durchgeführt. Danach erfolgt – das ist der dritte Schritt – die Anpassung der Prozesse im neuen System, so zum Beispiel die Installation des Real‐Time‐Reportings und die Bereitstellung der Fiori‐Apps.

Als hilfreich hat sich im Vorfeld der Migration auch ein standardisierter Proof of Concept (PoC) erwiesen – im Grunde eine Testphase, um mit allen Beteiligten (Consultant, Kunde, etc.) Ziele zu definieren und ein System aufzusetzen, mit dessen Hilfe ein Unternehmen das System mit seinen eigenen Daten testen kann. Sind diese „Probeläufe“ abgeschlossen, fasst das beratende Unternehmen die Ergebnisse in einem Report zusammen, der wiederum analysiert und besprochen wird. Im Anschluss folgt ein konkretes Angebot des Beratungsunternehmens, wie die Migration umgesetzt werden kann.