Fiori – der einfache Umgang mit SAP

Ganz so einfach wie eine Smartphone-App wird sich SAP wohl nie bedienen lassen. Dies ist auch gar nicht das Ziel. Aber einfacher und aufgeräumter soll das ERP-System schon werden, um den Ansprüchen und Gewohnheiten einer Apple-verwöhnten Generation gerecht zu werden und ihnen intuitiv zu bedienende Arbeitsoberflächen zu bieten. Mit seinen Fiori Apps stellt SAP hierfür ein passendes Instrument zur Verfügung.

Jedes Unternehmen, das sich mit dem digitalen Wandel auseinandersetzt, sollte, – ja: muss – neuen Technologien gegenüber aufgeschlossen sein. Für SAP-Anwender heißt dies: Beschäftigen Sie sich mit dem Thema Fiori! Finden Sie heraus, wie sie durch Einsatz der Apps ihre Prozesse verkürzen, optimieren und damit nutzer- und kundenfreundlicher gestalten können. Gambit hilft Ihnen dabei.

Zunächst einmal: SAP Fiori, was ist das eigentlich genau? Es handelt sich dabei um mit SAPUI5 erstellte Anwendungen der SAP. SAPUI5 ist ein auf HTML 5 basierender Werkzeugkasten zur Erstellung von Web-Anwendungen. Mit seinen Mitteln können SAP-Anwender grafische Oberflächen für verschiedenste Prozessschritte in SAP erstellen – wie eben die Fiori Apps. Diese fassen komplexe Prozesse im SAP Backend über eine aufgeräumte Oberfläche in Form von Kacheln zusammen und vereinfachen sie.

SAP-Anwender können mit einer Fiori App geräteunabhängig und von unterwegs geschäftliche Aufgaben erledigen. Hauptzielgruppe sind Nutzer, die nicht ständig in SAP arbeiten und nicht Dutzende von Funktionen in ihrer Oberfläche für einen Prozess benötigen. Zum Beispiel Mitarbeiter in der Produktion, die Rückmeldungserfassungen eingeben müssen. Oder temporäre Kräfte im Einzelhandel.

SAP for mobile Workers

Mit der neuen Technologie hat SAP nichts weniger als einen Paradigmenwechsel eingeläutet, um ihre in der Vergangenheit vielfach bemängelten Bedienoberflächen anwenderfreundlicher zu machen. Dies ist allein schon deshalb notwendig, weil heute zunehmend mobil gearbeitet wird. Im Zuge dessen nimmt die Anzahl der eingesetzten Endgeräte zu: PC, Tablet oder Smartphone – die SAP-User Interfaces müssen sich flexibel an die einzelnen Devices anpassen können. Mit Fiori ist genau dies möglich. Als Instrument zur Oberflächengestaltung sind die Fiori Apps und Layouts bereits fertig in SAP vorhanden und können sofort genutzt werden. Programmieraufwand, um SAP-Masken und -Oberflächen auf die eigenen Bedürfnisse hin anzupassen, fällt nicht an.

Wer schon lange mit SAP arbeitet, ist daran gewöhnt, viele gesonderte Transaktionen für jede Aktion/jeden Prozess auszuführen. Die Programmierung von Anwendungen mit ABAP-Mitteln ist ein erster Schritt, um dem Anwender zumindest einige dieser Arbeitsschritte zu ersparen. Usability hat aber vor allem etwas mit Optik zu tun. Mit den Fiori Apps, die jedem ABAP-Programm weit voraus sind, wird das Rad deshalb noch einmal gehörig weitergedreht, was das look & feel angeht. Derzeit gibt es über 500 SAP-Fiori-Anwendungen für die unterschiedlichsten Einsatzszenarien. Ein aktueller Überblick findet sich hier. Rund zwei Drittel der Apps wurden explizit für die SAP HANA Plattform entwickelt.

Baukasten für eigene Anwendungen

Da SAP schon aus Kapazitätsgründen nicht alle existierenden Benutzeroberflächen oder Dynpros (eine sechsstellige Zahl!) in SAP Fiori wird nachprogrammieren können, steht mit SAPUI5 ein Baukasten zur Verfügung, um eigenständig HTML5-, also Open-Source-basierte Anwendungen zu entwickeln. In SAPUI5 wird dabei die prozessoptimierte Oberfläche erstellt, mit ABAP im Backend die Funktionsbausteine (BAPIs). Da Oberfläche und Backend mittels Web Services über das Open Data Protocol kommunizieren, können die Apps wahlweise mobil oder im Desktop aufgerufen werden.

Gambit berät seine Kunden zum gezielten Einsatz von SAP Fiori Standards Apps, auch in Verbindung mit selbsterstellen SAPUI5 Apps und konfiguriert diese für ihre Kunden. Fiori- lassen sich dann neben eigenentwickelten Apps auf einer Oberfläche und somit für den Anwender übergangslos darstellen. Ein Arbeitserlebnis, das dem digitalen Wandel gerecht wird.

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