SAP und Brexit: Was Sie jetzt beachten müssen

Es scheint nur noch eine Frage der Zeit. Der Brexit wird kommen – mit erheblichen Folgen für import- oder exportorientierte Unternehmen. Eine gründliche Vorbereitung ist daher Pflicht, auch für SAP-Nutzer.

Der Brexit – und die Folgen für Ihr IT- und SAP-System

Alle Klarheiten beseitigt?

Es könnte einem so vorkommen. Niemand weiß heute, unter welchen Umständen der Brexit kommen wird – oder wann genau er kommen wird. Unternehmen müssen sich dennoch intensiv mit der Situation auseinandersetzen.

Auf Zollformalitäten vorbereiten

Wenn Großbritannien aus der EU austritt, müssen künftig alle Importe und Exporte an der Grenze abgefertigt werden. Ein erheblicher Mehraufwand für Unternehmen, die daher auf passende IT-Lösungen setzen sollten.

Was ist SAP GTS?

SAP GTS ist der Werkzeugkoffer von SAP für das globale Handelsmanagement. Mit der Anwendung behalten Sie ihre Kosten im Griff, beschleunigen die Zollabfertigung und senken das Risiko von Compliance-Verstößen.

Hier gibt es Antworten und Hilfe

Sie haben Fragen, welche Folgen der Brexit für Ihr Unternehmen hat? Sie möchten wissen, was Sie jetzt tun können? Nehmen Sie noch heute Kontakt zu uns auf. Wir sind gerne für Sie da!

Markus Gaganis Kopf Quadrat

Markus Gaganis, Senior Project Manager

Brauchen Sie Hilfe bei der Brexit-Vorbereitung?

+49 2241 8845-633

Wir sind ihr Partner bei allen Fragen und Anforderungen. Kontaktieren Sie mich für ein persönliches Gespräch.

Herr
Frau

Hier fehlt noch etwas

*

Hier fehlt noch etwas

*

Hier fehlt noch etwas

Bitte geben Sie eine gültige Telefonnummer ein

*

Ihre gültige E-Mail-Adresse

Hier fehlt noch etwas

Hier fehlt noch etwas

Bitte klicken Sie die reCAPTCHA-Checkbox

SAP und Brexit

Man könnte meinen, das Ganze sei eine Fortsetzung des Romans „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende. Der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union beschäftigt die EU nun bereits mehr als drei Jahre – und ein Ende des Prozesses ist nach wie vor nicht absehbar.

Wann kommt der Austritt? Unter welche Umständen kommt er? Gibt es doch noch einen Deal mit der EU – oder kommt es tatsächlich zu einem Austritt ohne Abkommen, einem „harten Brexit“ oder „No-Deal-Szenario“? Niemand weiß das heute. Und selbst dann, wenn es noch ein Freihandelsabkommen mit der EU („weicher Brexit“) oder eine Übergangslösung geben sollte – früher oder später wird Großbritannien kein EU-Mitglied mehr sein.

In den vergangenen Jahren wurde lange und intensiv über ein Brexit-Austrittsabkommen verhandelt. Mehrfach haben die britischen Abgeordneten über Vertragsentwürfe abgestimmt – und der Austritt wurde bereits einige Male verschoben. Einzig die markanten „Order“-Rufe des Sprechers des britischen Unterhauses schienen eine verlässliche Konstante in diesem „Brexit-Drama“ zu sein – aber selbst John Bercow ist mittlerweile nicht mehr im Amt.

Aktuell haben die EU-Mitgliedstaaten erneut einem Brexit-Aufschub zugestimmt, diesmal bis zum 31. Januar 2020. Sollte das britische Parlament das Austrittsabkommen mit der EU vor diesem Zeitpunkt doch noch ratifizieren oder sich für den harten Brexit entscheiden, ist auch ein früherer Austritt nach wie vor denkbar.

Höhere Kosten, mehr Bürokratie

Sicher ist nur eines: Insbesondere ein No-Deal-Szenario würde erhebliche Folgen für den Handel haben – eine umfangreichere Bürokratie, ein größerer Aufwand und höhere Kosten für Unternehmen. Und dies gilt für alle Unternehmen mit Beziehungen zu Großbritannien, die heute zum Beispiel Waren ins Vereinigte Königreich exportieren, die eine Niederlassung auf der britischen Insel unterhalten oder Vorprodukte für die eigene Produktion aus Großbritannien in die Europäische Union importieren.

Diese Unternehmen sollten sich daher – wenn sie dies noch nicht getan haben – mit den Folgen des Brexits beschäftigen und ihre IT- und SAP-Systeme genau unter die Lupe nehmen. Sie sollten prüfen, welche Einstellungen im Falle des Falles vorgenommen werden müssen oder ob es gegebenenfalls technische Lösungen gibt, mit denen sich die grenzüberschreitende Logistik schneller, sicherer und effizienter steuern lässt – Lösungen, wie Sie SAP zum Beispiel mit SAP Global Trade Services (SAP GTS) anbietet.

Bis zum endgültigen Austritt (oder bis zum Ablauf einer Übergangsfrist) gelten nach wie vor die bisherigen Bedingungen: Großbritannien ist ein Mitgliedsstaat der EU. Damit gibt es zum Beispiel weder Zollformalitäten, noch muss ein Nachweis über die Herkunft der Waren im Warenverkehr geführt werden. Nach einem Austritt aber wird sich diese Freizügigkeit in vielen Bereichen ändern – und zwar unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen.

Gibt es kein Austrittsabkommen („harter Brexit“), dann ist das Vereinigte Königreich ab dem Tag des Austritts rechtlich gesehen ein „Drittland“; damit gelten zum Beispiel alle zollrechtlichen Bestimmungen, die das Zollrecht für den Handel mit solchen Staaten außerhalb der EU vorsieht. Gibt es hingegen einen geordneten Austritt („geregelter Brexit“), wird Großbritannien zwar in einer Übergangsphase noch wie ein EU-Mitgliedsstaat behandelt, verlässt dann mit dem Austritt aber dennoch den gemeinsamen Binnenmarkt und die Zollunion.

Sie wollen in Zukunft von Änderungsbedarfen erfahren? Machen Sie es mehr als 20.000 andere SAP User und nutzen Sie unser SAP Application Management.

Zölle und Kontrollen

Klar ist also: Es wird in jedem Fall zu neuen Anforderungen an die Wirtschaft kommen – und damit für viele Unternehmen zu umfassenden Veränderungen im Warenverkehr. Dies gilt sowohl in rechtlicher als auch in organisatorischer Hinsicht. Wie genau diese Veränderungen aussehen werden, ist allerdings noch nicht abschließend geklärt – das hängt vom jeweiligen Szenario ab.

Mit dem Tag des Austritts aus der EU (oder mit dem Ablauf einer Übergangsfrist) werden Unternehmen zum Beispiel diverse Zollformalitäten beachten müssen. Alle Importe oder Exporte müssen abgefertigt werden – und zwar selbst dann, wenn die EU und Großbritannien ein Freihandelsabkommen abschließen.

Unternehmen müssen sich zum Beispiel bei den Zollbehörden registrieren und eine britische EORI-Nummer beantragen. Ohne eine solche Nummer können künftig keine Waren mehr nach Großbritannien exportiert oder aus Großbritannien importiert werden.

Darüber hinaus wird es zu Import- oder Exportkontrollen kommen, weil bestimmte Güter („Dual-Use-Güter“) künftig einer Genehmigungspflicht unterliegen werden. Und nicht zuletzt: Unternehmen aus der EU können für ihre Produkte auch den präferenziellen Warenursprung (bzw. den zollrechtlichen Status) verlieren, wenn sie in ihrer Produktion aus Großbritannien importierte Güter einsetzen.

Änderungen im SAP

Unternehmen, die SAP nutzen, müssen sich auf eine Vielzahl von Veränderungen und Anpassungen im SAP einstellen. Grundsätzlich sind folgende Systeme betroffen: SAP ECC, SAP GTS, SAP CRM, SAP S/4HANA und SAP C/4HANA. SAP bereitet Kunden schon seit längerem auf die Veränderungen vor und liefert entsprechende Informationen, Updates und Patches aus. Unternehmen sollten sich daher regelmäßig über Neuerungen informieren.

Die in den SAP-Systemen durchzuführenden Veränderungen betreffen konkret sowohl die Systemkonfiguration (Länderkonfiguration, Steuerermittlung, etc.), Änderungen bei den Stammdaten (Lieferanten, Kunden, etc.) als auch Änderungen beim Reporting (INTRASTAT-Meldungen).

Mögliche Änderungen und Anforderungen sind im Einzelnen:

  • Unternehmen müssen die Länderdefinition im SAP Customizing bzw. den allgemeinen Einstellungen verändern: Sie müssen das Kennzeichen „Mitglied der EU“ deaktivieren.
  • Möglicherweise müssen Stammdatenfelder (bei Kunden oder Lieferanten) oder Konfigurationsdaten (bei Einstellungen von Buchungskreisen) aktualisiert werden.
  • Produkte mit einer länderspezifischen Zulassung benötigen Aufmerksamkeit, wenn sie im SAP abgebildet worden sind – die Zulassungen verfallen und müssen daher mit einem Gültigkeitsende versehen werden.
  • Auch im Bereich Steuerermittlung können Anpassungen erforderlich sein – angefangen bei der Überprüfung der Steuerkennzeichen für EU-Unternehmen im Rahmen des britischen Steuerverfahrens TAXGB bis hin zur Aktualisierung der steuerrelevanten Stammdaten (Umsatzsteuer-Identifikationsnummern) oder mit Blick auf bestimmte Zollanforderungen.
  • Ebenso verändert sich die Steuerberichterstattung, etwa im Hinblick auf die INTRASTAT-Meldungen. Diese Meldungen sind die Basis für die Handelsstatistik in der Europäischen Union – und werden mit dem Austritt überflüssig.
  • Es kann – aus organisationstechnischer Sicht – unter Umständen sogar notwendig sein, mit einer neuen Niederlassung in Großbritannien für eine vorteilhaftere steuerrechtliche Struktur zu sorgen oder ein neues Warenlager (Konsignationslager) in Großbritannien aufzubauen – Veränderungen, die Unternehmen aber nur mit langem Vorlauf umsetzen können.

Der SAP-Werkzeug-Koffer für den Außenhandel

Mit SAP Global Trade Services (SAP GTS) bietet SAP eine Reihe von Lösungen, mit denen Unternehmen die Folgen des Brexit besser bewältigen können. SAP GTS bietet Funktionen zur Zollabwicklung, zur Kontrolle von Export-, Import- und Embargovorgaben und zur Kalkulation von Kosten durch Zölle auf bisher zollfreie Waren.

SAP GTS ermöglicht zum Beispiel eine effiziente und zentrale Erfassung aller relevanten Daten – von den Steuernummern bis hin zu länderspezifischen Daten. Die Anwendung hilft Unternehmen zudem dabei, Strafzahlungen für Verstöße gegen Compliance-Regelungen zu vermeiden. Außerdem lässt sich die gesamte Zollabfertigung beschleunigen, effizienter gestalten und rechtlich absichern. SAP GTS steht als On-Premise- oder Cloud-Lösung zur Verfügung.

Markus Gaganis Kopf Quadrat

Markus Gaganis, Senior Project Manager

Brauchen Sie Hilfe bei der Brexit-Vorbereitung?

+49 2241 8845-633

Wir sind ihr Partner bei allen Fragen und Anforderungen. Kontaktieren Sie mich für ein persönliches Gespräch.

Herr
Frau

Hier fehlt noch etwas

*

Hier fehlt noch etwas

*

Hier fehlt noch etwas

Bitte geben Sie eine gültige Telefonnummer ein

*

Ihre gültige E-Mail-Adresse

Hier fehlt noch etwas

Hier fehlt noch etwas

Bitte klicken Sie die reCAPTCHA-Checkbox