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S/4HANA Cloud

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MEINOLF SCHÄFER

Senior Director Sales & Marketing | Prokurist

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Viele Wege führen SAP in die Cloud, aber welcher ist der Richtige?

GAMBIT IOT Grafik

SAP HANA Enterprise Cloud, S/4HANA Cloud, SAP Cloud Platform – im Begriffswirrwarr der neuen SAP-Technologien kann man schon mal den Überblick verlieren.

Die Einführung von SAP HANA im Jahr 2010 war, nach dem Sprung auf Client-Server-Technologie mit R/3, der bislang größte produkttechnische Paradigmenwechsel von SAP. Als In-Memory-Computing-Architektur ermöglicht SAP HANA die performante Verarbeitung größter Datenmengen im Produktivsystem. Neben dem Performancegewinn von bis zu 90% in einzelnen Prozessen öffnet sich damit auch die Tür für die Themen der Digitalen Transformation wie Predictive Analytics oder Machine Learning. Aber auch für nicht digitale Themen wie ein Berichtswesen, das auf einer stets aktuellen real time abgerufenen Faktenbasis bessere Managemententscheidungen ermöglicht, stellt SAP HANA die Lösungsbasis dar.

In den letzten Jahren hat SAP die HANA-Datenbanktechnologie immer enger an seine ERP-Software (und die weiteren SAP-Produkte wie SRM, CRM und SCM) gekoppelt. Zunächst nur als Alternative zu bestehenden Datenbanken („AnyDB“) angeboten, ist die In-Memory-Technologie nun fest mit der SAP Business Suite 4 verbunden. Der Name des neuen, integrierten Produktes: SAP Business Suite 4 SAP HANA oder kurz SAP S/4HANA. Seine Anwendungen hat SAP dafür neu entwickelt und verschlankt, um die Performance-Vorteile der In-Memory-Technologie bestmöglich zu nutzen. SAP S/4HANA ist damit eine ERP Business-Suite, die auf den Betrieb in einer digitalen, vernetzten Welt optimal vorbereitet ist.

Ein zweites zentrales Thema der SAP-Produktstrategie ist die Cloud. Laut Technik-Vorstand Bernd Leukert ist Enterprise Resource Planning (ERP) in der Cloud die Zukunft. Unternehmen sollen mit diesem Betriebsmodell die Anschaffungskosten für ERP-Systeme verringern können, Implementierungszeiten verkürzen und in der Lage sein, ihre Systeme durch automatisierte und zentralisierte Updates stets an die neuen Anforderungen und Möglichkeiten angepasst zu wissen.

ERP geht in die Cloud

Schon seit vielen Jahren bietet SAP Produkte für die Cloud an – ein vielfältiges Portfolio so genannter Line-of-Business-Lösungen für jeweils abgegrenzte Themen. Das Cloud-basierte SAP Business ByDesign für kleine Unternehmen war eines der ersten Produkte in diesem Bereich. Inzwischen hat SAP seine Cloud-Strategie ausgeweitet und beschleunigt die Verfügbarkeit von Cloud-basierten Applikationen durch Akquisitionen von Firmen wie SuccessFactors, Hybris oder Ariba – jeweils einer der Marktführer auf ihrem Gebiet.

Weil die HANA In-Memory-Technologie den Markt für Unternehmenssoftware neu definiert hat, wie es Hasso Plattner ausdrückte, war es für SAP nur folgerichtig, diese ebenfalls in der Cloud bereitzustellen. Im Frühjahr 2013 wurde deshalb die SAP Enterprise Cloud (SEC, ehemals SAP HANA Enterprise Cloud, HEC) vorgestellt. Die enormen Leistungspotenziale von In-Memory-Computing sollen sich darüber mit dem Potential von Cloud-Produkten verbinden. Der wesentliche Vorteil der SAP Enterprise Cloud (und allgemein von SAP HANA) liegt darin, dass man transaktionale und analytische Daten mit ungleich höherer Geschwindigkeit verarbeiten kann als mit der traditionellen, sequentiellen Datenbank-Technologie. Die SAP Enterprise Cloud stellt die SAP Business Suite 4, sowie individuelle und Standard-Anwendungen in einer Private Cloud auf Basis der HANA-Technologie zur Verfügung. Auf einer einzelnen Instanz der HANA In-Memory-Datenbank wird zusätzlich ein SAP NetWeaver Business Warehouse bereitgestellt. Zielgruppe der SEC sind Unternehmen, die SAP HANA nutzen, diese jedoch nicht on-premise, d.h. auf ihren eigenen Servern installieren wollen oder können.

Durch den Einsatz von SEC und SAPs Application Management Services werden die Mitarbeiter der IT von vielen alltäglichen Aufgaben einer on-Premise Installation entlastet; sie können sich folglich auf wertschöpfende Tätigkeiten, wie die Verbesserung von Geschäftsprozessen oder die Harmonisierung von Stammdaten durch Master Data Governance, konzentrieren.

Wahlfreiheit: On-premise vs. Cloud

SAP lässt den Anwendern beim Betrieb von S/4HANA aber weitere Wahlmöglichkeiten. Das System kann neben der bekannten On-premise-Variante und der oben beschriebenen SAP Enterprise Cloud (SEC) als Private-Cloud-Variante auch komplett als S/4HANA aus der SAP Cloud Platform (SCP) betreiben, wobei die SCP eine Public Cloud ist (Siehe auch Tabelle 1).

On-premise bietet derzeit noch den größten Funktionsumfang und lässt sich weitgehend beliebig auf die Wünsche des Unternehmens hin individualisieren (mit allen Vor- und Nachteilen).

Wer S/4HANA dagegen auf der SAP Enterprise Cloud betreibt, muss sich nicht mehr um das Hosting und insbesondere die Security kümmern. Diese liegen dann in der Verantwortung von SAP. Anpassungen und Modifikationen an der Software kann er aber wie bei einer On-premise-Installation völlig unabhängig von SAP selbst vornehmen.

Exkurs: SAP Enterprise Cloud (SEC) vs. SAP Cloud Platform (SCP)

Verwechselt wird die SAP Enterprise Cloud leicht mit der SAP Cloud Platform. Erstere kann man sich als „Infrastructure-as-a-Service plus Managed Services für SAP-Software“ vorstellen. Das bedeutet, Kunden können auch eigene SAP HANA-Applikationen (Z-Programme) sowie Software für ausgewählte, von SAP genehmigte Drittanbieter-Applikationen betreiben. Die SCP demgegenüber ist ein Platform-as-a-Service-Angebot, das es Kunden und Partnern ermöglicht, bestehende Anwendungen (Cloud oder On-Premise-Applikationen) zu erweitern und Anwendungen zu erstellen. Sie wurde erstmals 2012 vorgestellt, hieß zwischendurch SAP HANA Cloud Platform (HCP) und wurde, versehen mit neuen Erweiterungen und Funktionen, auf dem Mobile World Congress 2017 wieder rückbenannt in SCP.

Alles aus der Cloud als vollständige SaaS-Lösung: S/4HANA Cloud

Die dritte Möglichkeit ist die S/4HANA Cloud und damit der vollständige Bezug der Business Suite als „Software as a Service“ (SaaS). Die komplette Technik wird hier in die Cloud verlagert, SAP kümmert sich neben Serverbereitstellung auch um den Betrieb und eventuelle Aktualisierungen des Systems. Bei SAP S/4HANA Cloud werden quartalsweise Updates sowie erweiterte branchenspezifische Kernfunktionen zur Verfügung gestellt. Der operative Aufwand der Kunden zum Betrieb einer ERP-Landschaft verringert sich also um ein Vielfaches.

Da der Anwender bei dieser Public-Cloud-Variante über keine eigene Hardware verfügt, ist allerdings auch sein Spielraum für Modifikationen des SAP-Codes gering. Eigene Erweiterungen und Applikationen sollen laut SAP hingegen eingebaut werden können . Das Modell eignet sich somit am besten für Unternehmen, deren Kerngeschäft aus standardisierten Prozessen besteht, etwa im Vertrieb, der Lagerwirtschaft oder im Controlling.

SAP konzentriert sich in seiner Außendarstellung insbesondere auf das Produkt SAP S/4HANA Cloud, das im Februar 2017 lanciert wurde. Als Anbieter von S/4HANA Cloud Lizenzen kann GAMBIT individuell auf die Anforderungen bezüglich einer zukunftssicheren Ausrichtung der IT Landschaft seiner Kunden eingehen und On-premise, Public/Private Cloud oder hybrid Lösungen aus einer Hand anbieten.

Die aktuelle Version 1709 der S/4HANA Cloud ist eine intelligente SaaS-basierte ERP-Lösung und voll integrierbar mit SAP SuccessFactors, SAP Ariba, SAP Hybris und SAP Fieldglass.

Bei der Weiterentwicklung von SAP S/4HANA Cloud hat sich SAP u.a. auf die Bereiche Finanzwesen und Beschaffung konzentriert, wo manuelle Routinetätigkeiten automatisiert wurden. Prozesse für Finanzplanung, Budgetierung und Prognose wurden durch Integration mit SAP Analytics Cloud for Planning vereinfacht.

SAP S/4HANA Cloud – Private Options schlägt Brücke zur hybriden IT

Wem dies nicht ausreicht, der kann SAP S/4HANA Cloud auch in einer privaten Option nutzen. Standardisierung, Skalierbarkeit und Total Cost of Ownership der Public Cloud werden mit der Funktionalität der On-premise-Lösung verbunden, das ganze jedoch trotzdem als Private Cloud in der SAP SEC gehostet. Damit wird eine Brücke geschlagen zum On-premise-System. Dies funktioniert, da alle Versionen von SAP S/4HANA auf der gleichen Code-Linie basieren. Jede einmal bereitgestellte Funktion lässt sich dadurch jederzeit mühelos auf eine andere Version übertragen. Ein typischer Fall wäre es, wenn ein Konzern sein SAP-System on-premise betreibt, die Abläufe der Tochtergesellschaft(en) in die SAP S/4HANA Cloud überträgt und beide Welten miteinander verbindet.

Solche hybride ERP-Landschaft lässt sich mit geringem Aufwand einrichten. Unternehmen können ihre ERP-Prozesse nach und nach in die Cloud verlagern, ohne den Betrieb der bestehenden IT-Landschaft zu beeinträchtigen. SAP kommt seinen Kunden hier entgegen, indem es sie die Vorteile aus der Cloud mit ihren etablierten On-premise Systemen synergetisch verbinden lässt.

Die Praxis sieht oft so aus, dass ein Unternehmen sein Kerngeschäft/seine Kernprozesse, mit denen es sich vom Wettbewerb absetzt, on-premise betreibt. Dort besteht die größtmögliche Flexibilität bzw. Konfigurationsmöglichkeit, die SAP-Businesslogik an die eigenen Anforderungen anzupassen. In Bereichen, in denen es eher um hohe Standardisierung geht, bietet sich die Nutzung von SAP S/4HANA Cloud an, das bereits spezifische Best Practices mitliefert und die wichtigsten Szenarien abbildet, mit denen Unternehmen ihre Geschäfte in der Cloud abwickeln können: Finanz- und Rechnungswesen, Controlling, Beschaffung, Vertrieb, Produktion, Instandhaltung, Projektsystem und Product Lifecycle Management. Hinzu kommen die oben genannten Integrationen mit SAP SuccessFactors Employee Central, SAP Ariba Network, SAP hybris Marketing, SAP Fieldglass und SAP JAM.

Trotz dieser vielfältigen Möglichkeiten, die SAP-IT-Landschaft zu gestalten, lässt sich jedoch feststellen, dass die SAP-Anwender-Community der Produktstrategie Richtung HANA und Cloud noch nicht so schnell folgt. So lassen sich die Konzessionen aus Walldorf in Form von Private Option und Hybrid-Betrieb erklären. Und auch die Entscheidung, den On-Premise-Betrieb seiner Lösungen für das Personalwesen nun doch bis 2030 zuzusichern, ist Hinweis auf eine noch vorhandene Zurückhaltung der Kundenbasis für Cloud-basierte Lösungen.

Nichts desto trotz, die Cloud kommt. Allein schon deshalb, weil SAP seine Produktentwicklungen auf die Cloud fokussiert. Für die Anwenderbasis bedeutet das; man bereitet sich am besten jetzt schon vor, um zum richtigen Zeitpunkt auf den Cloud-Zug aufzuspringen und sich damit auch digital ready zu machen.