Was ist SAP Fiori?

SAP Fiori soll die SAP-Benutzererfahrung neugestalten und sich der Schnelllebigkeit des digitalen Wandels anpassen. Doch was ist und kann Fiori wirklich? Was macht es besser und was steckt dahinter?

Was ist SAP Fiori?

Das Ziel der SAP war klar: Das Arbeiten mit SAP-Software sollte benutzerfreundlicher werden. Anwender sollten ihre Arbeit im ERP-System so intuitiv wie mit dem Smartphone oder Tablet durchführen können, ohne sich erst lange einarbeiten zu müssen und sich bei jedem Vorgang zunächst durch endlose Masken klicken zu müssen.

Mit SAP Fiori legte SAP 2013 eine UI-Lösung vor, die das Unternehmen seither mehrfach weiterentwickelt hat. UI steht für User Interface oder Bedienoberfläche.

Heute ist SAP Fiori ein einheitliches und rollenspezifisches Benutzererlebnis (UX, User Experience) der nächsten Generation, denn Fiori vereinfacht den Umgang mit SAP deutlich.

Die Basis des browserbasierten Designkonzepts sind die Fiori Apps, einzelne Anwendungen, die nach dem Fiori Designprinzip entwickelt wurden und werden. Die Software-Lösung ist allerdings nicht nur eines von vielen UI-Produkten des Softwarekonzerns, sondern die eine UI-Lösung, die nach und nach für alle Produkte zum Einsatz kommen soll.

Während SAP Fiori für die S/4HANA Cloud bereits der Standard ist, können Unternehmen Fiori Apps für die On-premise-Variante von SAP S/4HANA zum Beispiel mit der SAP-Activate-Methode aktivieren.

Die Vorteile von SAP Fiori im Überblick

  • Anwenderfreundliche, intuitiv bedienbare Benutzeroberfläche
  • Zugriff auf allen Endgeräten möglich – auch mobil
  • Geringere Anzahl von Schritten pro auszuführendem Vorgang
  • Schnellere Einarbeitung der Anwender, Schulungsaufwand sinkt
  • Einfachere Implementierung möglich, geringeres Risiko
  • Leichtere und zügigere Wartung, geringere Kosten

Was sind Fiori Apps?

Bei den Fiori Apps handelt es sich um mit dem Framework SAPUI5 erstellte Anwendungen.

Die Apps verbergen die komplexen Prozessschritte im Backend hinter einer einfachen, modernen und mobilen Anwenderoberfläche. Typische Aufgaben im SAP-Umfeld lassen sich über Fiori Apps geräteunabhängig und von unterwegs erledigen.

Die SAP setzt mit dieser Lösung im mobilen Umfeld fort, was sie bei der Modifizierung der Oberflächen von Desktop-Anwendungen mit Screen Personas begonnen hat.

Kompliziert zu bedienende und optisch antiquierte Anwenderoberflächen im SAP GUI (Graphical User Interfaces) waren stets ein Schwachpunkt der SAP-Software: Für jede Aktion, jeden Prozess musste eine eigene Transaktion ausgeführt werden. Das ist allerdings nicht mehr zeitgemäß.

Aufgeräumte Oberflächen und eine intuitive Bedienung per Touchscreen sind stattdessen die Maßstäbe aus dem Consumer-Bereich, an denen sich auch Business-Software inzwischen mehr und mehr messen lassen muss.

Die Antwort der SAP ist Fiori mit den Fiori Apps – eine Benutzeroberfläche mit zeitgemäßen Anwendungen, die sich sowohl in klassischen Desktop-Umgebungen als auch mobil auf Smartphones und Tablets nutzen lassen.

Die Apps sind aber nicht eins zu eins mit SAP-Transaktionen gleichzusetzen. Sie dienen dazu, bestimmte Aufgaben und Rollen zu erfüllen und können daher Teilfunktionen von Transaktionen enthalten.

Es gibt drei Typen von Apps: Einige bilden bestehende Transaktionen vereinfacht ab (Transaktionale Apps), andere dienen der Analyse (Analytische Apps), wieder andere liefern anwenderfreundlich aufbereitete Informationen und Berichte (Infoblätter).

  • Transaktionale Apps stellen Geschäftsprozesse (oder die Interaktion mit diesen Prozessen) vereinfacht dar. Mit ihrer Hilfe können bestimmte transaktionale Aufgaben ausgeführt werden.
  • Analytische Apps sorgen für die Darstellung von Kennzahlen und führen Kennzahlen zusammen – und das rollenbasiert je nach Anwender und Aufgabe und in Echtzeit.
  • Infoblätter bieten einen Überblick über die wichtigsten Aspekte von zentralen Objekten. Transaktionen können aus den Infoblättern heraus gestartet werden, in dem zu transaktionalen Apps navigiert wird.

Die Fiori Apps gehören seit Mitte 2014 zum Leistungsumfang lizensierter SAP-Software und sind damit kostenfrei nutzbar. Optisch orientieren sich die Anwendungen an bekannten Online-Shops und einschlägigen sozialen Medien.

Fast ohne Schulung können User mit den Anwendungen arbeiten und sich auf ihrer personalisierbaren Startseite diejenigen anzeigen lassen, die sie im Arbeitsalltag am häufigsten verwenden.

Nicht alle aus dem SAP-System bekannten oder möglichen Funktionen können mit der Fiori-Technologie abgebildet werden. Dies liegt an ihrem schlanken Aufbau und dem Ziel, die Dialoge in einer Fiori App nicht zu komplex zu gestalten.

In welchem Zusammenhang stehen SAP S/4HANA und SAP Fiori?

SAP Fiori ist bereits ein Teil von SAP S/4HANA. Die neue Software-Suite soll für schnellere und einfachere Geschäftsprozesse in den Unternehmen sorgen und ist daher auch unmittelbar mit der Fiori-User-Experience verbunden.

Zugleich ist die Fiori-UX aktuell auch schon in SAP Integrated Business Planning oder aus den Lösungen rund um SuccessFactors enthalten. Nach und nach werden alle SAP-Produkte auf Fiori umgestellt.

Technischer Hintergrund: OData, SAPUI5, Web IDE, SAP Gateway

Technisch basierte SAP Fiori auf verschiedene Technologien.

  • Das Framework für Fiori heißt SAPUI5 (SAP User Interface for HTML5) – eine Oberflächentechnologie, die unter anderem bereits in SAP HANA und in die Cloud Platform integriert ist.
    Das Programmiergerüst ist für die Entwicklung von Apps optimiert und basiert auf Standard-Web-Technologien wie HTML5 und JavaScript – ein enormer Vorteil, weil Entwickler so mit erprobten und bekannten Programmiersprachen arbeiten können.
  • OData (Open Data Protocol) ist eine von SAP eingesetzte Schnittstellen-Technologie (API) für SAP S/4HANA auf der Backend-Seite, ein offener Webstandard. Entwickler dieses HTTP-Protokolls ist Microsoft.
  • OData ermöglicht den Datenzugriff zwischen zueinander passenden Softwaresystemen – so auch zwischen den Fiori Apps und dem Backend.
  • Die SAP Web IDE dient zur End-to-End-Entwicklung von Fiori Apps auf der Basis von SAPUI5. Es handelt sich um eine integrierte, webbasierte Entwicklungsumgebung, ein Service innerhalb der Cloud Platform. Aktuell wird die SAP Web IDE noch weiterentwickelt. Es gibt seit kurzem jedoch das Business Application Studio, das der SAP Web IDE nachfolgen soll.
  • Das SAP Gateway (auch SAP Netweaver Gateway) ist ein Framework, um Non-SAP-Anwendungen mit SAP-Anwendungen zu verbinden oder auch den Zugriff auf ein SAP-System von einem mobilen Gerät aus zu ermöglichen. Dazu nutzt das SAP Gateway unter anderem das OData-Protokoll.

SAP Fiori – Das Designkonzept

SAP Fiori ist nicht nur ein Produkt, sondern auch ein Ausblick, wie SAP-Anwendungen künftig designt und implementiert werden sollen. Als grundlegende Designvorgaben hat SAP dafür folgende fünf Prinzipien aufgestellt. Ihre Umsetzung des Designkonzepts folgt den Fiori Design Guidelines.

  1. Rollenbasiert – der Anwender soll in der Anwendung genau die Funktionen zur Verfügung gestellt bekommen, die er für seine Aufgabe benötigt und die seiner Rolle im Unternehmen entsprechen.
  2. Responsive – Jede Anwendung lässt sich Browser-basiert, als mobile App oder auf dem lokalen Desktop darstellen.
  3. Einfach – Alle Funktionen, die nicht unbedingt erforderlich sind, entfallen.
  4. Kohärent – eine standardisierte Oberflächengestaltung garantiert ein schnelles Zurechtfinden.
  5. Ansprechend – Die Anwendungen sind nach Art einer intuitiv bedienbaren Consumer App gestaltet und verfügen über eine ansprechende, selbsterklärende Optik.

Der zentrale Zugang: SAP Fiori Launchpad

Als eigene Fiori Homepage ist das SAP Launchpad der zentrale Einstiegspunkt für SAP S/4HANA und zu allen Fiori Apps, aber auch zu klassischen UIs wie SAP GUI oder Web Dynpro. Vergleichbar ist das Launchpad mit dem Startbildschirm auf einem Smartphone oder Tablet.

Das Launchpad wird ausschließlich auf der Clientseite ausgeführt und gesellt sich damit als dritte vollwertige Alternative für den Einstieg in die SAP-Welt neben das NetWeaver Portal und den NetWeaver Business Client.

Außer den mit SAPUI5 erstellten Apps können im Launchpad auch Anwendungen auf Basis von Web Dynpro ABAP oder Non-SAP-Anwendungen aufgelistet werden.

Der Anwender kann sein persönliches Launchpad durch Gruppierungen, Änderungen der Reihenfolge oder auch Entfernen von Kacheln oder Cards an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Mit der Fiori Cloud Demo bietet SAP eine frei zugängliche, beispielhafte Fiori-Launchpad-Umgebung mit ausgewählten Apps an.

In vereinzelten Fällen sind Fiori Apps auch als Stand-Alone-Lösung außerhalb des Launchpads lauffähig. Die App wird dafür in den Content-Bereich eines SAP NetWeaver Portal eingebunden oder über eine URL aufgerufen.

Zielgruppe der SAP Fiori Apps

Fiori Apps sind nicht in erster Linie für „Power User“ konzipiert, die permanent mit SAP arbeiten und sich an die etwas sperrige Bedienoberfläche gewöhnt haben. Zielgruppe sind vielmehr sporadische Anwenderinnen und Anwender, etwa aus der Produktion, wo Rückmeldungen oder Störungen erfasst werden müssen.

Ähnliche Fälle sind denkbar bei der Inventur, etwa beim Erfassen von Angeboten. Traditionell wird in solchen Fällen die Störung telefonisch durchgegeben, der Kollege erfasst sie in SAP manuell und bearbeitet sie weiter. Über eine mobile Fiori App kann der Mitarbeiter den Vorfall sofort im System erfassen.

SAP liefert für typische Arbeitsvorgänge selbst eine Vielzahl vorgefertigter Fiori Apps aus. Zu den meistgenutzten Fiori Apps gehören folgende Anwendungen:

  • Die Verwaltung von Geschäftskontakten („My Accounts“, „My Contacts“)
  • Die Darstellung potenziellen Neugeschäfts („My Opportunities“)
  • Die Aufgabenverwaltung („My Tasks/Meine Aufgaben“)
  • Das Zeitmanagement („My Timesheet“)
  • Die Einkaufsübersicht („My Shopping Cart“)
  • Das Verfolgen von Bestellungen („Track Purchase Order“)
  • Das Prüfen von Lagerbeständen und Preisen („Check Price and Availability“)
  • Die Auftragsübersicht („Create/Change Sales Order“)
  • Das Aufschlüsseln von Rechnungsbeträgen nach Positionen, Sendungen und Steuern („Customer Invoices“)

Mobiles Arbeiten: SAP Fiori für iOS und Android

Überhaupt ist SAP Fiori gerade auch für das mobile Arbeiten konzipiert. Die Apps werden daher auch nach dem „Mobile-First-Ansatz“ entwickelt.

Jede neue Fiori App sollte somit für die Nutzung am Rechner im Büro, aber vor allem auch mobil vom Smartphone, Tablet oder von MDE-Geräten (Mobile Datenerfassung) aus nutzbar sein.

Der Einsatz mobiler Lösungen hat enorme Vorteile: So lassen sich viele Arbeiten schneller und effizienter erledigten. Daten und Informationen stehen – etwa für Mitarbeiter im Außendienst – jederzeit zur Verfügung. Und vor allem auch der Kundenservice lässt sich verbessern.

SAP Fiori steht daher sowohl im Webbrowser auf dem Desktop zur Verfügung, als auch für native mobile Apps auf iOS oder Android. Zur Entwicklung der mobilen Apps dient das SAP Software Developer Kit (SDK) für iOS und Android. Zusätzlich können die Apps auf einem mobilen Webbrowser aufgerufen werden, ohne eine native App entwickeln zu müssen.

  • Für das iOS-Betriebssystem basieren die Fiori Apps nicht auf SAPUI5, sondern auf Swift, der Apple-Programmiersprache. Möglich ist sogar die Entwicklung von Fiori Apps für die Apple Watch.
  • SAP Fiori für Android besteht aus einer Vielzahl von Designgrundlagen, Komponenten (UI Components) und Mustern.
Sie interessieren sich für mobile Lösungen von SAP? Informieren Sie sich jetzt in unserem Beitrag SAP Mobile.

SAP Fiori App Library

In der SAP Fiori App Library stellt SAP alle Fiori Apps zur Durchsicht zur Verfügung. Mittlerweile sind mehr als 12.500 Fiori-Apps im Angebot – passende Lösungen für jeden Geschäftsbereich.

Wer sich für eine bestimmte App interessiert, kann die SAP Fiori App Library mit Hilfe einer Suchfunktion nach verschiedenen Kriterien durchsuchen und die für seine Zwecke passende App finden. SAP stellt dazu zu jeder App eine Vielzahl von Informationen und Screenshots bereit.

Entwicklung eigener SAP-Fiori-Apps

Standard-Fiori-Apps lassen sich detailliert um individuelle Anforderungen von Unternehmen ergänzen. Mit SAPUI5 können für Power User zum Beispiel zusätzlich Cockpitfunktionalitäten zur Automatisierung von Prozessen entwickelt werden.

Auch GAMBIT unterstützt Unternehmen dabei, eigene HTML5-basierte Anwendungen für weitere individuelle Aufgaben zu erstellen. Dies ist auch sinnvoll und erforderlich, denn SAP wird selbst nicht alle rund 400.000 bisherigen Benutzeroberflächen (SAP-Dynpros) in Fiori nachprogrammieren.

Bei der Entwicklung kommt vor allem das Framework SAP Fiori Elements (basierend auf SAPUI5, früher: Smart Templates) zum Einsatz. Es bietet vorkonfigurierte Benutzeroberflächen für die gängigsten Anwendungsfälle.

Der Aufwand der Entwicklung ist dank des Tools erheblich geringer als bei einem „Freestyle“-Ansatz, denn das UI muss bei der Elements-Nutzung nicht eigens programmiert werden.

Zudem sorgt Fiori Elements dafür, dass die SAP-Richtlinien für das Designkonzept eingehalten werden und die Fiori Apps einfach bedienbar sind.

Sie möchten mehr wissen oder benötigen eine SAP Fiori App? Entdecken Sie hier, was GAMBIT für Sie tun kann.

Der Fiori-Design-Baukasten, den SAP für die Entwicklung der Apps bereitstellt, ist das auf HTML5 basierende SAPUI5.

SAPUI5 basiert auf offenen Webstandards und bietet diverse vordefinierte grafische Bedienelemente, mit denen grafische Oberflächen für verschiedenste Prozessschritte erstellt werden können.

Die prozessoptimierte Oberfläche wird in SAPUI5 erstellt, die Funktionsbausteine im Backend mit ABAP. Oberfläche und Backend kommunizieren über Web Services mit dem Open Data Protocol (OData) und über das SAP NetWeaver Gateway.

Dadurch können die Apps ohne Middleware wahlweise mobil oder im Desktop aufgerufen werden. Fiori Apps laufen grundsätzlich nicht offline, sondern betriebssystemunabhängig direkt im (beliebigen) Browser.

SAP bietet zum Erstellen von SAPUI5-Anwendungen eine webbasierte Entwicklungsumgebung (WebIDE) an. Wie bei Web Dynpro geschieht dies nach dem Model-View-Controller-Architekturmuster.

Zur Auswahl stehen die Datenmodelle JSON, XML, Resource und OData Model. Über vorgefertigte Themes, die im Kopf der Anwendung eingebunden werden, wird das Erscheinungsbild definiert.

Folgende Themes stehen zur Verfügung

  • Mobile Visual Identity (sap_mvi) (i.d.R. für mobile Anwendungen)
  • Platinum (sap_platinum)
  • Belize (Nachfolger von Blue Crystal (sap_bluecrystal))
  • High Contrast Black (sap_hcb)
  • Gold Reflection (sap_goldreflection)
  • Quarz Light und Quarz Dark (Nachfolger von Belize)

Betrieb in der Cloud oder On-premise

Der Betrieb einer Fiori App ist auf zweierlei Art möglich: aus der Cloud (SAP Cloud Platform) oder On-premise, also installiert innerhalb des S/4HANA-Systems.

Bei der zweiten Variante soll der Frontend Server „embedded“ auf dem System laufen. Er rendert die Apps und kommuniziert mit dem angebundenen SAP-ERP-System mittels OData Services.

Will ein Unternehmen die Applikationen auch über die Firmengrenzen hinaus nutzbar machen, muss bei der On-premise-Variante das SAP Gateway in der demilitarisierten Zone angesiedelt werden, um aus dem Web ansprechbar zu sein.

Für den Betrieb typischer aufgabenbezogener Fiori Apps ist keine HANA-Datenbank erforderlich, denn diese sind auch auf relationalen Datenbankplattformen lauffähig.

Ausschließlich in Verbindung mit einer HANA-basierten Business Suite einsetzbar sind hingegen die so genannten Factsheets, mit denen der User das System sekundenschnell nach beliebigen Stichwörtern durchsuchen kann. Dies gilt gleichfalls für SAP-Smart-Business-Applikationen sowie für analytische Apps, die in Echtzeit Kennzahlen aus den Anwendungen der SAP Business Suite liefern.

Neuerungen und Features: Fiori 2.0 vs. Fiori 3

Der Unterschied zwischen den beiden Versionen ist nicht nur die fehlende „0“ bei SAP Fiori 3 gegenüber Fiori 2.0.

SAP Fiori 2.0

Schon mit Fiori 2.0 verbesserte SAP das Design der UX-Lösung und optimierte das Launchpad. Das Theme Belize für Fiori 2.0 (unter anderem mit hellen und dunklen Varianten) folgte auf das Theme Blue Crystal.

Das SAP Launchpad wurde mit dem Update 2.0 in der Desktop-Ansicht in drei Teile geteilt. Das Konzept heißt Viewport:

  • in einen persönlichen Bereich (Me Area) auf der linken Seite,
  • den Arbeitsbereich in der Mitte der Ansicht (Workspace) und
  • einen Benachrichtigungsbereich rechts (Notification Area).

Insgesamt wurde SAP Fiori in der Version 2.0 noch anwenderfreundlicher: durch eine verbesserte Übersichtlichkeit und einen schnelleren Zugriff auf relevante Informationen.

SAP Fiori 3

Mit Fiori 3 setzt das Unternehmen diesen Weg fort: die Oberfläche wurde erneut einfacher, übersichtlicher und klarer gestaltet. Ziel der Entwicklung von Fiori 3 war, eine Oberfläche zu schaffen, die für alle SAP-Produkte einheitlich ist und intelligente und integrierte Prozesse unterstützt.

Einige Neuheiten von Fiori 3 im Überblick:

  • Für die Cloud steht für Fiori 3 eine neue Kopfleiste (Shell-Bar) zur Verfügung.
  • Teil der Shell-Bar ist eine Suchfunktion. Diese Suchfunktion erlaubt die unternehmensweite Suche nach Dokumenten – zum Beispiel anhand von Kundennummern oder Namen. Außerdem stehen umfangreiche Suchlisten zur Verfügung.
  • Mit Fiori 3 hat SAP das neue Theme Quarz Light (Standard-Theme) veröffentlicht. Das vorwiegend in Grautönen gehaltene Design von Quarz Light wirkt minimalistisch und zeitgemäß.
    Das vorwiegend „blaue“ Belize kann ebenfalls noch genutzt werden (Einstellung unter Settings). Zudem steht seit Anfang 2020 auch das Theme Quarz Dark zur Verfügung.
  • Die bekannten Kacheln (Tiles) wurden mit dem Fiori-3-Update durch Cards ersetzt – nach wie vor kachelartige Bausteine, die nun aber deutlich mehr Informationen enthalten als vorher. Alle Informationen werden nun in farbigen Diagrammen und Grafiken dargestellt.
  • Anwender können die Oberfläche von Fiori nun noch stärker personalisieren, etwa mit bestimmen Gruppeneinstellungen oder mit Blick auf das Layout.
  • Die Dreiteilung der Oberfläche bei Fiori 2.0 wurde bei Fiori 3 wieder abgeschafft. Die Optionen für den persönlichen Bereich (Me Area) wurden in das Benutzeraktionen-Menü verschoben. Die Benachrichtigungen (Notifications) erscheinen nun in einem Popup-Dialog auf der rechten Seite in der Kopfzeile.

Welchen Nutzen hat SAP Fiori?

Fiori Apps erleichtern die tägliche Arbeit mit SAP-Prozessen, weil sie intuitiv bedienbar sind und dem Anwender eine User Experience bieten, die an private Nutzungserfahrungen angelehnt ist. Schulungen oder tiefere SAP-Kenntnisse sind nicht erforderlich.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil liegt im mobilen Zugriff. Anwender/innen können Aufgaben jederzeit und von jedem Gerät aus durchführen. Dies steigert die Produktivität, denn kleinere Aufgaben können einfach zwischendurch erledigt werden. Dies verkürzt und vermeidet auch Warte- und Transferzeiten.

Durch die Verwendung von SAP Fiori kann ein Unternehmen die eigenen Ressourcen wesentlich besser nutzen. Wer das Nutzerverhalten seiner Beschäftigten genau kennt, kann Dialoge so entwerfen, dass eine Fiori App die Arbeit mit optimaler User Experience unterstützt. Das Management kann die Arbeitszeit der Beschäftigten effektiver auf kreative und wichtige Aktivitäten lenken.

Für die IT-Abteilung eines Unternehmens bedeutet der Einsatz von SAP Fiori, dass sie bestehende Funktionen des Systems ohne zusätzliche Entwicklungskosten einem breiteren Anwenderkreis zur Verfügung stellen kann. So reduziert sich letztlich der Aufwand für Eigenentwicklungen im Bereich der Oberflächengestaltung deutlich.

Fazit

  • Der Einsatz von SAP Fiori und Fiori Apps verbessert den Nutzungsgrad von SAP im Unternehmen außerhalb der Key-user-Community.
  • Die Bedieneffizienz wird verbessert und das Onboarding neuer Mitarbeiter beschleunigt.
  • Wichtige Daten sind in Echtzeit dezentral auf mobilen Endgeräten verfügbar.
  • Der App-Store bietet Zugang zu erprobten Prozessen, die nicht erst aufwändig selbst entwickelt werden müssen.
Stefan Burghardt01 1444x1444px

Stefan Burghardt, Head of Connectivity + Development

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