SAP PP – Produktionsplanung

Für einen herstellenden oder weiterverarbeitenden Betrieb ist die Produktionsplanung – zusammen mit der eigentlichen Produktion – Kernstück des Unternehmens. In diesem Prozess werden Werte geschaffen. Umso mehr Bedeutung kommt im Rahmen der ERP einer effizienten Produktionsplanung mithilfe von SAP PP zu.

Maschinelle Fertigung wird kostensenkend eingesetzt und Serienfertigung dort, wo es individuelle Anforderungen erlauben. Hier addieren sich viele einzelne Schritte durch geringeren Fertigungsaufwand zu geringeren Produktstückkosten. Das führt zu einer höheren Marge und einem erweiterten Spielraum für die Möglichkeit eines aggressiven Angebotes.

Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Abnehmer schnell und zuverlässig mit ausreichender Menge zu beliefern. Andererseits erfordert ein saisonal wechselndes Artikelangebot wie im Fashion-Bereich (Stichwort 3D-Druck bei Laufschuhen) oder ein sich schnell entwickelnder Markt wie Consumer-Elektronik ein schnelles Umstellen von Produktionsketten, um den Markt mit Innovationen beliefern zu können.

Eine Verlagerung an asiatische Werkbänke geht mit langen Transportwegen, einem Verlust an Produktionskontrolle und oft niedrigerer Qualität einher. Einige Unternehmen haben ihre Produktion aufgrund dieser Erfahrung wieder nach Europa zurückgeholt.

Die Unternehmen mit Preissetzungsmacht haben die Herstellung ihrer Produkte durchdekliniert. Sie haben erkannt: Die Kontrolle über die Produktion stellt neben motivierten und gut ausgebildeten Facharbeitern den Schlüssel für Produkte mit hoher Qualität und interessanten Margen dar. SAP PP ist ein ideales Tool, um diese Ziele in der Produktionsplanung zu unterstützen.

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Planung und Überwachung komplexer Produktionsvorgänge im ERP

SAP PP Produktionsplanung ermöglicht Ihnen die Planung und Simulation hochkomplexer Produktionsvorgänge. Auf diese Weise lasten Sie Ihren Maschinenpark besser aus und können unvorhergesehene Aufträge besser auffangen.

Möglichkeiten unterschiedlicher Produktionsansätze

Für unterschiedliche Produktionsprozesse in Ihren Unternehmen bietet SAP PP je nach Entkopplungspunkt das passende Submodul an. Aufträge können vorab prognostiziert und während der Erfüllung überwacht werden.

Schulung Ihrer Mitarbeiter

Die Produktion ist der Bereich, wo im Unternehmen Geld verdient wird. Gut geschulte Mitarbeiter können SAP PP einsetzen, um die Produktion effizienter zu gestalten. Wir schulen Ihre Mitarbeiter bei Ihnen im Unternehmen oder in den GAMBIT Schulungsräumen.

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ANDRÉ SCHWARZ

Senior Project Manager

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SAP PP – Funktionen und Prozesse

Die heutigen Anforderungen gehen weit über Material-Logistik hinaus. Eine wichtige Kennziffer ist die Auslastung der Produktionsmittel. Andererseits sollen auch unerwartet auftretende Aufträge realisierbar sein, z.B. ein eiliger Druckauftrag für einen wichtigen Kunden. Diese zwei zunächst nicht miteinander zu vereinbarenden Gegensätze von Vollauslastung und Flexibilität lassen sich dann doch harmonisch auf einer Zeitachse unterbringen. Hierfür ist allerdings der Zugriff auf eine aktuelle und übersichtliche Produktionsplanung erforderlich, wie sie SAP PP ermöglicht.

In diesem Umfeld von Material-Steuerung, Vollauslastung und Termintreue wird zusätzlich von den Kunden für Fertigungsaufträge eine Qualität „Made in Germany“ als gegeben vorausgesetzt. Planning, Timing und Erfüllung der Aufträge lassen sich eigentlich nur noch mit einem speziell dafür entwickelten Tool wie SAP PP professionell erzielen. Mit SAP PP lassen sich Produktionspläne entwickeln, die den effektiven Einsatz der produzierenden Maschinen und der Belegschaft definieren und überwachen.

SAP PP - Produktionsplanung

SAP PP – Submodule

SAP PP-MP – Master Planning und SAP PP-MRP – Material Requirements Planning:

SAP PP beinhaltet auch die der eigentlichen Produktionsplanung vorangestellte Absatzplanung auf Unternehmensebene. Weiterhin in SAP PP enthalten ist z.B. das eher stückzahl-fokussierte Manufacturing Resource Planning (MRP II) mit einer geistigen Nähe zur Materialwirtschaft. MRP II ist ein interessanter Ansatz, da es von der Geschäftsplanung aus über die Absatzplanung, Produktions(grob)planung bis zur Fertigungsplanung die notwendige Anzahl von Materialien als auch die Verarbeitungskapazitäten in Stück und Wert beziffern, hochrechnen und simulieren kann.

Der Kundenentkopplungspunkt kann sich je nach Produktionstyp an verschiedenen Stellen befinden und bezeichnet die Position, ab der die Fertigung bereits für den Auftrag eines Kunden geschieht (versus der Produktion für einen anonymen Lagerbestand). Die Zuordnung an einem bestimmten Punkt auf dem Förderträger wird in der Automobilindustrie als Taufakt bezeichnet: Die Produkte werden mit dem Namen des Kunden verbunden.

Dieser Kundenentkopplungspunkt ist für einige konzeptionelle Produktionsverfahren der entscheidende Moment. Die 3 weiteren Submodule

  • SAP PP-PI – Production Planning for Process Industries
  • SAP PP-REM – Repetitive Manufacturing
  • SAP PP-SFC – Production Orders

bieten Ihnen die Möglichkeit, ganz unterschiedliche Produktionsansätze und Funktionen in Ihrem Unternehmen zu realisieren. Die englischen Begriffe unten sind sehr bildhaft gewählt; sie verbinden pragmatisch die Fertigungsstufe in der Produktionskette mit dem geplanten Verbleib der produzierten Artikel.

Engineer-to-Order: Aufgrund einer individuellen Bestellung wird eigens eine Konstruktion angefertigt. Deshalb folgt bei einem solchen Auftrag eine individuelle Produktion. Dabei kann es sich sogar um Einzelstücke handeln.

Make-to-Order: Hier beginnt die Produktion mit einem konkreten Kundenauftrag. Die Rohmaterialien für einen solchen Auftrag sind bereits vorhanden, werden jedoch ohne konkreten Kundenauftrag nicht weiterverarbeitet. Der Grund können höhere Lagerkosten beim Fertigprodukt sein, ein empfindliches Produkt oder schlicht die Unwägbarkeit über Zeitpunkt und Anzahl des Abrufes. Die Beschaffung der Vorprodukte bindet zwar finanzielle Mittel, ermöglicht jedoch einen schnelleren Liefertermin für eine eingehende Bestellung. Die hier genannten Parameter untermauern jedoch wiederum die Notwendigkeit eines professionellen Anwender-Systems wie SAP PP.

Assemble-to-Order: Vorgefertigte standardisierte Komponenten sind bereits vorhanden, warten jedoch bis zu ihrer Zusammensetzung mit einem individuellen Bauteil noch auf den konkreten Auftrag durch den Kunden. Dies ist ein schönes Beispiel für die Bedeutung des Entkopplungspunkts.

Make-to-Stock: Aufgrund der bisherigen Erfahrungen wird eine Prognose erstellt und die Waren werden für die Lagerverwaltung produziert, in der Erwartung, bald abgenommen zu werden. Durch eine große Produktionsmenge in einem Durchgang oder in einer gleichmäßig laufenden Produktion können Richtzeiten für das Einstellen von Maschinen eingespart werden. Dies ist die Produktionsmethode mit dem geringsten oder keinem Individualisierungsgrad, aber auch diejenige, die die typischen Vorteile einer Mengenproduktion aufweist.

Diese Massenproduktion muss keinen Nachteil für das produzierende Unternehmen bedeuten. Durch eine geschickte Marketing-Kommunikation wie im Bereich Automotive oder auch durch die Möglichkeit von Applikationen wie bei Smartphones wird ein Massenprodukt vom Käufer oft als individuelles Produkt wahrgenommen.