Ausbildung zum Fachinformatiker

Unsere Welt wird immer digitaler. Wer neuen Technologien gegenüber aufgeschlossen ist, hat gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. So befindet sich der Fachinformatiker bereits auf Platz sieben der beliebtesten Ausbildungsberufe der Männer. Bemerkenswert: Unangefochten auf Platz eins steht der KFZ-Mechatroniker – schon früher, als KFZ-Mechaniker, der Traumjob für Jungen schlechthin. Auch dort geht also heute ohne Elektronik gar nichts mehr.

Noch lieber als an Autos und Mofas schraubt der Fachinformatiker an Festplatten und Mainboards herum. Wobei sich auch hier, wie in der IT allgemein, die Arbeit immer mehr weg von der Hardware, hin zur Software orientiert. Das heißt für Auszubildende zum Fachinformatiker: Sie begeistern sich für Tools und Anwendungen, mit denen sich Rechner und ganze IT-Landschaften beschleunigen und optimieren lassen. Dafür kennen sie sich mit verschiedenen Programmiersprachen aus. Im Team arbeiten sie an größeren Projekten und setzen für Kunden komplette Rechnersysteme auf. In Schulungen erklären sie Anwender/innen, wie diese effizienter mit Ihrem PC umgehen können.

Anwendungsentwickler oder Systemintegrator?

Die Ausbildung zum Fachinformatiker findet üblicherweise im Dualen System statt, also gleichermaßen in der Berufsschule und im Ausbildungsbetrieb. Möglich ist es zudem, sich nur im Betrieb ausbilden zu lassen, oder ein Duales Studium zu absolvieren, in diesem Fall mit Besuch einer Fachhochschule. Ab dem dritten Ausbildungsjahr spezialisiert man sich entweder auf Systemintegration (Vernetzung von PCs und Servern untereinander, Auf-bau/Betreuung kompletter Rechnersysteme) oder die Anwendungsentwicklung.

Wen es speziell in Richtung Software zieht, für den wäre der Anwendungsentwickler (oder auch Anwendungsbetreuer) die richtige Wahl. Bei der Gambit Consulting als SAP-Spezialist steht dieser Zweig im Mittelpunkt der Ausbildung zum Fachinformatiker. Seine Aufgaben: neue Programme entwickeln, bestehende optimieren und korrupte wieder zum Laufen bringen. Eine Begabung für Mathematik und Logik sowie die Bereitschaft, sich mit einer Vielzahl von Programmiersprachen auseinanderzusetzen, sind hierbei zwingende Voraussetzungen.

Es gibt wohl kaum ein Unternehmen, in dem alle Programme immer reibungslos arbeiten. Oft müssen sie auch allein aufgrund von Veränderungen der Betriebsabläufe angepasst werden. Ist eine Software neu installiert, können Fehler und Störungen auftreten, die es nach und nach zu beseitigen gilt. Für die systematische Fehlersuche arbeitet der Anwendungsentwickler mit speziellen Experten- und Diagnosesystemen und sucht anschließend nach passenden Lösungen. Die Fachinformatiker-Ausbildung bei Gambit qualifiziert junge Menschen in besonderer Weise auf eine Arbeit im Umfeld von SAP, der führenden ERP-Software. Der Umgang mit verschiedenen im SAP-Umfeld gebräuchlichen Programmiersprachen (ABAP u.a.) ist ebenso ein Thema wie die Auseinandersetzung mit neuesten Technologien wie der In-Memory-Datenbanktechnik HANA. So führt das Mitwirken in internen oder externen SAP-Projekten direkt hinein in die unternehmerische Praxis.

Kaum ein Ausbildungsberuf ist derart innovationsgetrieben wie der zum Fachinformatiker. Das Rad der Entwicklung dreht sich permanent weiter, und dies in rasantem Tempo. Sich auf einmal Gelerntem auszuruhen ist hier noch weniger möglich als in anderen Berufen. Der/die Auszubildende sollte deshalb seine/ihre innere Bereitschaft zur ständigen Weiterbildung genau überprüfen: Ist der Wille da, auch außerhalb der Arbeitszeit einmal die entsprechenden Fachzeitschriften zu studieren, sich vielleicht in speziellen Blogs und Foren zu dezidierten Fragenstellungen zu Wort zu melden – und dies bevorzugt auch auf Englisch? Wenn ja, dann steht einer erfolgreichen Ausbildung und einem spannenden, abwechslungsreichen Berufsleben in einer der innovativsten und wachstumsstärksten Branchen nichts mehr im Weg.